Verabschiedung von drei langjährigen Lehrkräften

18.07.2019 15:00:22 | Ann-Kristin Kahler

Frau Wiese verlässt uns nach 39(!) Jahren pädagogischer Tätigkeit am Mauritius-Gymnasium. Kontinuierlich nahm sie ihre Rolle als Klassenlehrerin sehr verantwortungsvoll in Zusammenarbeit mit den Eltern wahr. Vor allem im Fach Englisch eingesetzt führte sie Generationen von Schülern an diese Fremdsprache heran. Unermüdlich, geduldig und immer warmherzig ist sie bis heute darum bemüht, die neuesten Erkenntnisse der Forschung in ihren Unterricht einzubringen. Ihre künstlerische Begabung sowie ihre Fähigkeiten als Lehrkraft erlaubten es ihr, Schülerinnen und Schülern viel Kunstpraktisches zu vermitteln und sie auch in der Theorie zu Experten auszubilden. Was Sie vielleicht nicht wissen: Frau Wiese begann als Lehrerin für die Klassen 5-10, sie bildete sich aber berufsbegleitend weiter und absolvierte zusätzlich ein Studium, das sie exzellent abschloss, sodass seit Jahren auch Oberstufenschüler von ihrem Unterricht profitieren.

Frau Habdank-Buxel, die seit 1982 die Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht mit schier unendlichem Ideenreichtum und künstlerischem Können anleitet, tritt ebenfalls in den Ruhestand ein. Selbst wer nie Unterricht bei ihr hatte und ihr nie persönlich begegnete, hatte Begegnungen mit ihrer gestalterischen Handschrift, war sie doch jahrzehntelang für die ausdrucksvolle Gestaltung des Schulgebäudes verantwortlich, welches dadurch wie eine Kunstgalerie wirkt. Sie ist mit ganzer Seele Pädagogin und hat es immer wieder mit Bravour geschafft, Schülerinnen und Schüler so anzuleiten, dass diese faszinierende Kunstwerke erstellen lernten. Ihr Perfektionismus des ‚Das geht noch ein kleines bisschen besser! Mach das mal so und so‘ forderte die Schüler zu kreativen Höchstleistungen, ohne sie zu überfordern.

Herr Schäper, Mathematik- und Kunstlehrer, ist der Dritte im Bunde. Auch er ‚geht‘, wenn auch dann doch nicht so ganz. Herr Schäper trat seinen Dienst am Mauritius-Gymnasium 1984 an. Seit diesem Zeitpunkt bis heute ist er allen, die mit ihm Kontakt hatten, als äußerst aufgeschlossener, interessanter Gesprächspartner vertraut. Im Unterricht nie um ein anschauliches Beispiel verlegen, mit dem sich komplizierteste mathematische Zusammenhänge verdeutlichen und verstehen lassen, ist sein bedeutsamstes Markenzeichen doch sein ehrliches Interesse an den Schülern als Menschen, das besonders die Klassen spüren durften, die ihn als Klassenlehrer erlebten. Als Kunstlehrer hat er die Gabe, faszinierend z.B. architektonische Besonderheiten lebendig werden zu lassen. So inspirierte er über Jahrzehnte unzählige Schülerinnen und Schüler. Ein wenig wird er dies weiterführen, denn er unterrichtet weiterhin Kunst bei uns. Alle drei Lehrkräfte sind starke Persönlichkeiten, die unsere Schule mit zu der gemacht haben, was sie heute ist. Ihnen gebührt unser großer Dank für jahrelanges Engagement, qualitativ hochwertige Arbeit, Zuwendung zu den Schülern und kollegiale Zusammenarbeit.
 
Claudia Wilmes, stellvertr. Schulleiterin